Im Einsatz als Jugendtrainer
Endlich der Ruf: „Kommt alle in die Mitte!“ Vier Jugendtrainer sind es an diesem Freitag, die den quirligen Ameisenhaufen zusammenhalten wollen. Es sind dies Frank Werner, Max Waitl, Max Preisinger und Martin Schacht. Sie sind Vater eines fußballbegeisterten Buben, kommen häufig selbst vom Fußball oder sind anderweitig sportlich ambitioniert oder die Abteilungsleitung hat sie überredet, das Amt des Jugendtrainers zu übernehmen. Übereinstimmend sagen sie, das Training mache in den meisten Fällen Spaß und es gebe mit den Eltern keine Probleme.
Es geht ihnen darum, dass sich die Kinder bewegen sollen und Ballgefühl bekommen. Vier Stationen haben sie an dem Freitagnachmittag aufgebaut: Zwei Gruppen spielen Funino, ein Fußballspiel der Jüngsten auf vier Tore. Den Betreuern geht es darum, Positionen festzulegen. Sie wollen verhindern, dass sich alle Spieler in der Mitte um den Ball balgen.
Bei der zweiten Gruppe überwinden die Buben einen kleinen Hindernisparcours und sollen dann aufs große Tor schießen – mit Max Preisinger im Kasten. In der dritten Gruppe üben die Jungfußballer das Dribbeln mit dem anschließenden Torschuss. Aber der Trainer will noch mehr: einen Pass zum Partner und die saubere Ballannahme. Kindergartengerecht soll es zugehen, daher die Anweisung: „Ich bin das Fußball-Monster.“ Also versucht Waitl dem Spieler den Ball abzuluchsen. „Trinkpause“, schallt es über den Platz.
Die Buben nehmen einen Schluck aus ihrer Flasche und wechseln zur nächsten Station. Einsatzbereitschaft und Engagement, gute Laune und Zuverlässigkeit – das sind ein paar der Eigenschaften für einen Jugendtrainer. Ohne sie liefe am Freitag kein Training und am Sonntag kein Turnier. Die Mütter und Väter am Spielplatzrand wissen das und sind ihnen dankbar.
270 Kinder und Jugendliche betreut
Zuständig für den Gesamtfußball im TVG ist Tom Ertl. Für ihn und seine Mitstreiter ist es jedes Jahr eine Herausforderung, genügend Ehrenamtliche für die Fußballmannschaften zu gewinnen. Es sind dies häufig ehemalige Fußballer, die ihre Söhne zum TVG bringen – „ein großes Glück für unseren Verein“, so Ertl.
Beginnend bei den Bambini über die F-Jugend bis zu den Großen der A-Jugend spielen in Geisenhausen insgesamt 15 Jugendmannschaften, die von 33 Trainern und Betreuern geleitet werden – ehrenamtliche Männer und Frauen, die ihre Freizeit opfern, ihr fußballerisches Können weitergeben und am Wochenende bei den Punktspielen irgendwo in Niederbayern auf dem Fußballplatz stehen.
Insgesamt betreut die Fußballabteilung 270 Kinder und Jugendliche. „Immer wenn ich zum Sportplatz komme, sind dort mehrere Mannschaften im Training“, erzählt Ertl. Er spricht von einer „sozialpolitischen Leistung“, weil die jungen Leute vom Computer und von der Straße weggeholt würden. Der große Zulauf bei den Bambini sei wichtig, weil die späteren Jugendmannschaften darauf aufbauen können.
Für die hohe Motivation der Kinder und Jugendlichen seien die hervorragenden Sportbedingungen auf den neuen Plätzen notwendig, meint Ertl. „Auch die geplante Kalthalle wird uns unterstützen, die Kinder und Jugendlichen gut zu trainieren.“