Weinfest - eine alte Tradition des TVG wurde erfolgreich mit neuem Leben erfüllt
Bereits zum zweiten Mal rief die Sportjugend zum Weinfest am Samstagabend in die Stockschützenhalle – und die vielen Mitglieder des Turnvereins (TVG) kamen ebenso wie die Geisenhausener Gesellschaft. Ab einem Alter von 18 Jahren bis weit ins Rentneralter saß man in der gut geheizten Halle, tanzte zur fetzigen Musik der Band, ließ sich die köstlichen Weine schmecken und bestellte als Grundlage eine kalte Brotzeit.
Die Auswahl konnte sich sehen lassen: vom Brotzeitbrettl über den Käseteller und den Wurstsalat gab es als bayerische Spezialität den „Obazdn“. Gepflegte Weine aus Württemberg und anderen bekannten Lagen gingen flaschenweise über den Tresen, doch durfte der eingefleischte Biertrinker bei seinem Lieblingsgetränk bleiben. Voll war die Halle und wer nicht reserviert hatte, der dürfte ein Problem gehabt haben, einen Sitzplatz zu finden. Neben den 450 Karten im Vorverkauf klingelte auch noch die Abendkasse, so dass locker 500 Gäste zu bedienen waren.
Zwei Sportabteilungen standen wieder hinter dem Weinfest: die Mädchen des Cheerleading und die Burschen und jungen Männer aus dem Bereich Fußball. Entsprechend jung, dynamisch und in Dirndl und Lederhose gut anzusehen waren die Bedienungen, die noch dazu freundlich und flott waren. Als Band trat die Vilsbiburger Gruppe „Ironic“ auf und verstand es, über die Altersgrenzen hinweg gut zu unterhalten - so gut, so dass die Paare auf der Tanzfläche nur wenig Platz hatten. Zu später Stunde ging man noch in die Bar, um das zweite Weinfest abzuschließen. Umfallen konnte man in dem Gedränge schon nicht mehr. Bis 2 Uhr morgens durfte der Musikbetrieb laufen und viele Nachtlichter nutzten das weidlich aus.
Mitten im Getümmel fand man den fröhlichen Bürgermeister, seinen Amtsvorgänger und zweiten Landrat, dazu Gemeinde- und Kreisräte. Beinahe alles, was in Geisenhausen Rang und Namen hat, war anwesend. Auch TVG-Chef Franz Wolfsecker feierte mit und war höchst angetan von seiner Sportjugend, die eine alte Tradition erfolgreich wiederbelebte. Aber, was so locker vom Hocker aussah, war knochenharte Vorbereitung und Planung. Ado Ellwanger und Josef Kaschel hatten zusammen mit der Führungsebene der Cheerleader um Uli Preisinger, Steffi Wiese und Christina Aimer die Fäden in der Hand gehalten. „Wir wollten wieder ein Fest für die Geisenhausener Bürger schaffen“, das sei die Grundidee für das Weinfest, so hieß es. Beim 100-jährigen Jubiläum des TVG habe man gemeinsam den Entschluss gefasst, das Weinfest wie zu Josef Böhms Zeiten zu stemmen.
Und der Erfolg gab der Sportjugend recht: Schon nach wenigen Tagen waren 450 Plätze im Vorverkauf reserviert gewesen, so dass Freunde angerufen hatten, ob es nicht doch noch einen freien Tisch geben könnte. Ganz bewusst hat man auf Geisenhausener Anlieferer gesetzt: So bereitete Metzgermeister Johannes Huber zusammen mit Freiwilligen des Sportvereins die kalten Brotzeiten vor. Sehr zufrieden zeigten sich die Organisatoren, während sie zugleich die Wein- und Essensausgabe zu organisieren hatten.
Bericht und Fotos: Peter Köppen